





Noch einmal ohne Bild.
Der Schnee kommt spät.
Die Nacht,
erscheint
in weichem Schuh.
Den letzten Lärm
legt sie zur Ruh.
Die Krähe ruft,
der Fuchs geht rum,
der Wald ist wach
und schaut sich um.
Die Tanne trägt ihr grünes Kleid,
die Eule nickt nur stumm.
Bereit.
Die Kerzen flackern kurz.
Hab acht.
Als hätten sie
mit uns gewacht.
Krumm brennen sie.
Und manchmal schief.
Das Licht fällt warm.
Die Schatten tief.
Die Gläser klirren,
kurz,
ganz fein,
das Echo darf
im Wald noch sein.
Und plötzlich
steht der Abend still –
genau so,
wie er’s haben will.
Das Fest beginnt,
wenn keiner spricht.
Die Ruhe trägt das ganze Licht.
Ein Reh
steht scheu im Winterwald,
sein Atem kurz,
die Luft so kalt.
Wir nicken nur,
das Reh geht fort.
Zurück bleibt Stille –
und ein Ort.
Der Schnee kommt spät,
er kommt allein,
er möchte leise bei uns sein.
Er deckt die Wege,
verhüllt die Zeit,
vergisst die Eile,
macht sich breit.
Wir gehen weiter –
Schritt für Schritt.
Der Schnee kommt mit.

